Die orangene Mission 2015

Der Marktforscher
oder
Die orangene Mission

Die PN

Am 6.3.2015 schaute ich ein wenig verwundert, wie ich über das FJR-Forum eine private Nachricht (PN) von einem mir unbekannten Raphael bekam. Hier der Inhalt dieser Nachricht:

Hallo Ralf!

nachdem du eine FJR1300 fährst… ich hoffe nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, aber hier unser Anliegen:

Wir bei KISKA designen seit mittlerweile 25 Jahren in Salzburg Motorräder für eine Vielzahl von Herstellern wie KTM, Husqvarna, Triumph, CF Moto und arbeiten auch für Komponentenhersteller wie Magura, WP und viele andere.

Aktuell arbeiten wir auf Hochtouren an einem neuen Motorradmodell, das 2016 erstmals vorgestellt wird und versuchen die Meinung von Motorradfahrern einfließen zu lassen, speziell eben auch von FJR1300 Fahrern.

Dazu suchen wir leidenschaftliche Motorradfahrer im deutschsprachigen Raum, die Interesse hätten sich in der Zeit von 26.03. – 01.04.2015 mit uns über eben diese Leidenschaft zu unterhalten und bei KISKA einen Blick auf das neue Modell zu werfen und zu bewerten. Der Teilnehmerkreis muss aufgrund von Geheimhaltungskriterien streng limitiert werden, jede Meinung hat daher einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung.

Bitte lass uns wissen ob du Interesse hättest im genannten Zeitraum an der Diskussion teilzunehmen. Die Reisekosten (wenn erforderlich auch Flug) werden natürlich von uns getragen, die Diskussion vor Ort inklusive Bewertung des Motorrades wird in etwa 3 Stunden dauern.

Lass mich wissen ob du Interesse hast, herzlichen Dank schon mal fürs Lesen. Beste Grüße,

Raphael

Hmmmm…. dachte ich bei mir. Liest sich interessant, aber komisch. Warum wurde gerade ich angeschrieben? Wer wurde noch eingeladen? Nicht, dass dahinter etwas Unkoscheres  steckt. Oder ist es gar eine Spam? Aber dieses konnte eigentlich nicht sein. Dagegen sprach mehr als nur ein Merkmal:

  • Um eine PN senden zu können, muss man Mitglied im FJR-Forum sein. D.h. man muss sich im Forum anmelden und die Anmeldung muss durch das Foren-Team bestätigt werden.
  • Außerdem wurde ich mit meinem Vornamen angeschrieben und nicht mit meinem Nick-Namen. Also musste der PN-Schreiber schon ein wenig im Forum recherchiert haben. Sonst würde er meinen Vornamen ja nicht kennen.
  • Auch mein Arbeitgeber als Autohersteller führt schon mal vergleichbare Veranstaltungen durch.

Also schrieb ich per PN zurück und bat um Raphaels offizielle Email-Adresse. Die bekam ich prompt zurück gemailt. Daraufhin hinterfragte ich per Mail ein paar Dinge mit gezielten Fragen, auf die ich ebenfalls schlüssige Antworten bekam. Zu guter Letzt ergoogelte ich mir ein paar Informationen über Raphael und über die Firma KISKA. Alles hatte Hand und Fuß.

FJR-Stammtisch

Zufällig war am Abend des 6.3. FJR-Stammtisch in Aachen; und ich fuhr dorthin. Bei dieser Gelegenheit zeigte ich unserem Forenbetreiber Detlef, der ebenfalls am Stammtisch teilnahm, die Mail von Raphael. Detlef sagte, dass mehrere Foren-Mitglieder eine PN von Raphael erhalten hatten. Jedoch hatte er nichts Verwerfliches am Inhalt auszusetzen.

Das FJR-Forum

Im Forum wurde sich leider wieder einmal, von einigen Wenigen, über ein Thema unüberlegt und negativ ausgelassen. Nämlich über die PN von Raphael.
So, wie schon zum FJR-Europa-Treffen in Frankreich – zu diesem gab es im Forum viele negative und kritische Stimmen, die unseren französischen Kollegen, welche das Treffen ausrichten, nicht vertrauten – wurde gemutmaßt und gegen die Art und Weise der Kontaktaufnahme Raphaels gewettert. Ich reflektierte und sortierte die ganze Sache für mich ein und vertraute, nach meiner durchgeführten detaillierten Recherche, den KISKA-Leuten.

Der Mailverkehr

Am folgenden Wochenende wurde ich grippekrank und hütete die komplette anschließende Woche zu Hause das Bett. Da ich an Raphael und mittlerweile auch an seine Kollegin Anita immer von meiner Firmen-Emailadresse geschrieben hatte, ich diese von zu Hause aber nicht aufrufen konnte, schrieb ich (in einem lichten Moment) die beiden von meiner privaten Mailadresse aus an und bat um weitere Informationen.
Hatte ich mir doch vorgenommen, den angebotenen Termin wahrzunehmen.

Nach ein bisschen Mailverkehr wurde der Termin fixiert. Donnerstag, dem 26.3., war ich nach Salzburg eingeladen. Meine Flüge wurden, wie versprochen, vom KISKA Reisebüro gebucht, gezahlt und bestätigt. Alles gut und für mich kostenfrei!

Zwei Tage vor der Tour bekam ich einen Fragebogen zugesandt, den ich zügig beantwortete und zurück schickte.

Der Flugzeugabsturz

Am 24.3. ereignete sich in den französischen Alpen der schreckliche und tragische Flugzeugabsturz der Germanwings-Airbus-Maschine.
Für den 26.3. war der Airbusflug mit Germanwings von Köln nach Salzburg für mich gebucht. Aber zu diesem Zeitpunkt stand die Absturzursache vom 24.3. noch nicht fest. Deshalb fuhr ich mit einem Grummeln im Bauch zum Flughafen. Hoffentlich war kein technischer Defekt die Unfallursache.
Am Flughafen Köln/Bonn lief alles ab, wie sonst auch. Die Unruhe der letzten beiden Tage hatte sich bereits ein wenig gelegt.

Der Flieger startete pünktlich. Die Flughöhe wurde planmäßig erreicht. Jedoch hatte – nicht nur ich – mit jedem Ruckeln des Fluggerätes ein komisches Gefühl, welches ich sonst beim Fliegen nicht verspüre.

Nach der Landung in Salzburg entspannte ich mich. Fröhlich pfeifend bewegte ich mich aus dem Flughafengebäude zum Taxistand.

Das Taxi

Wie auf jedem Taxistand der Welt, schaute ich mich nach einem Toyota Hybrid-Taxi um. Leider war kein umweltfreundliches Gefährt zu sehen. Also stieg ich ins erstbeste Auto ein. Ein älterer 5er BMW – oder war es gar ein 7er?

Jedenfalls kannte der Taxifahrer die Firma KISKA nicht. Aber die Adresse war ihm geläufig. Wir fuhren im trüben Wetter die rund 15 Kilometer in Richtung Firmensitz.

Der Taxifahrer heißt C. Petru und ist gebürtiger Rumäne. Wir unterhielten uns über sein Heimatland. Denn er organisiert neben seiner fahrenden Tätigkeit noch Sightseeing Touren in dem Land Draculas, Siebenbürgens, der Karpaten und der Walachei. Ich muss an meinen früheren Handballtrainer Willi denken, ein deutscher Rumäne mit den schlechtesten Witzen der Welt, und an meinen Forumskollegen aus Lüneburg bzw. dessen Lebensgefährtin Teddy, die ebenfalls aus diesem osteuropäischen Lande stammt.

Als wir am vermeintlichen Ziel ankamen, bemerkte nicht nur mein Herr Petru, dass hier keinesfalls der geplante Zielpunkt unserer Reise ist. (Kein gutes Omen für seine offerierte Rumänienrundfahrt). Also rief er bei KISKA an und stellte fest, dass wir noch 3 Kilometer vom Bestimmungsort entfernt waren. Dankenswerter Weise nullte er den Taxameter und ich bzw. die Firma KISKA mussten nur 20 € berappen. Für die Rückfahrt mit einem anderen Taxiunternehmen durfte ich 25 € auslegen…

KISKA

Ein modernes Firmengebäude erwartete mich. Bereits von außen konnte man erkennen, dass es sich hier um einen Arbeitgeber handelte, der sich nicht ausschließlich mit Forschung beschäftigt. Firmengründer Gerald Kiska machte sich vor 25 Jahren selbstständig. Mittlerweile beschäftigt er 140 Mitarbeiter – übrigens allesamt unheimlich freundlich, was mich positiv überraschte – und hat über 100 Kunden mit mehr als 1.000 Design Projekten. Seine Zusammenarbeit mit KTM ist einzigartig. Aber auch Rasenmäher und ganz profane Alltagsgegenstände gehören zum Design-Repertoire.  In der Lobby stehen einige der von KISKA designten Objekte.

Husqvarna (2x unten) gehört mittlerweile und glücklicherweise nicht mehr zu BMW, sondern der Pierer Industrie AG, dem Eigentümer von KTM. Geile Teile, muss ich feststellen J

Auch ein Auto´chen haben die Österreicher im Rennen. Den X-Bow habe ich sogar schon in meiner Heimat auf der Nordschleife erblickt. Für den, der es braucht, ist es sicherlich ein tolles Gefährt, zumindest ein Hingucker!

Warten

Gegen 12.30 Uhr war ich als erster von vier eingeladenen Gästen vor Ort. Als ich das Gebäude betrat, gingen einige Mitarbeiter hinaus. Klar, dachte ich bei mir, auch die Kiskaner-Mägen müssen mittags mal mit Speisen befüllt werden.

Freundlich lächelnd kamen mir Anita und Raphael entgegen und begrüßten mich sehr nett. Der gute Eindruck setzte sich fort. Umgehend hatte ich einen Kaffee in der Hand und auch das Taxigeld, sogar schon für die Rückfahrt, brachte mir Anita im Handumdrehen. Die Geheimhaltungserklärung unterschrieb ich gerne, das Fotoverbot während der Gesprächsrunde akzeptierte ich ebenso. Mit dem Wälzer „Designing Desire“ (übersetzt in etwa: Bedürfnisse oder Wünsche designen) setzte ich mich auf die Besuchercouch. Musste ja noch auf die weiteren drei Teilnehmer warten.

Die Anderen

Als erstes kam Klaus, bayerischer Außendienstmitarbeiter und Fahrer einer Kawasaki GTR1400. Wir hatten noch genügend Zeit, uns auszutauschen. Er war über das Kawa-Forum angesprochen worden, so wie ich über das FJR-Forum. Klaus machte schon eine Pyrenäenquerung – ebenfalls wie ich und hatte ähnliche Ansichten. Ein netter Kerl.

Als nächstes traf Peter aus der Vogelsberger Gegend Nahe des Schottenrings ein. Er kam mit dem Zug, durfte aber nach dem Treffen auf KISKA-Kosten im Hotel übernachten. Der rüstige und kurzbeinige Rentner fährt die neue wassergekühlte BMW R1200RT. Ebenfalls besucht er jährlich das legendäre Motorrad-Rennen „Tourist Trophy (TT)“ auf der Isle of Man in der Irischen See. Außerdem gehört er der Gruppe „Eurobiker“ an. Dieses ist eine Gemeinschaft, die einmal jährlich zu einer karitativen Motorradtour startet. So war er schon in Moskau, in Tschernobyl, Albanien und in vielen anderen Ländern, um Bedürftigen, besonders Kindern, zu helfen. Die Internetadresse lautet eurobiker.lu (weil Luxemburg J )

Zum Schluss traf Michael aus München ein. Ebenfalls GTR1400 Fahrer. Klaus und Michael kannten sich von einem GTR Treffen und begrüßten sich überschwänglich. Beide wussten nicht davon, dass der jeweils andere heute bei KISKA war.

Also führten wir im Vorfeld der Veranstaltung in der KISKA-Lobby schon intensive Gespräche. Zu den Erlebnissen jedes Einzelnen, zu den aktuellen Ereignissen, wie der oben erwähnte Flugzeugabsturz, zu den eigenen Moppeds, zu dem Treffen hier in Salzburg und zu dem, was uns heute sonst noch erwartet.

Die Mission

Raphael kam, um uns mitzuteilen, dass der geheime Raum vorbereitet sei und wir endlich mitkommen dürfen. Der befand sich in der ersten Etage des Gebäudes, direkt links am Ende der Treppe. Nach rechts sahen wir die Großraumbüros in denen sich die fleißigen Ingenieure, Entwickler und Designer um ihre Arbeit kümmerten. Die Pause war mittlerweile ja zu Ende J

Zwei bequeme hellgrüne Sofas, ein paar Sessel, einen Couchtisch und drei schwarz eingehüllte Motorräder fanden wir im Raum vor. Dazu noch ein Mikrofon, eine Kamera, ein paar Flaschen alkoholfreier Getränke und ein paar Schnittchen und Wraps.

Wir nahmen Platz. Raphael stellte uns den Tagesablauf vor, Anita nahm mit geöffnetem Apfel-Laptop Platz. Um den Raum nicht mit Menschen zu überfüllen, wurde unsere Diskussionsrunde per Kamera und Mikrofon an das Design-Team übertragen. Eine gute Idee.

Die Vorstellungsrunde begann. Eigentlich kam nichts Neues dabei heraus, aber wir mussten uns an die neue Umgebung gewöhnen. Außerdem kam dies meinem Hungergefühl entgegen, weil ich als letzter mit Vorstellen dran war. Daher konnte ich nun in Ruhe kauen, während die Kollegen von sich erzählten. Wie ich dann über mich reden durfte, war der Mund wieder leer und mit Mineralwasser gespült.

Anschließend gab es diverse Themen, die im Kreis besprochen wurden. Was der Tourenfahrer von seinem Motorrad erwartet, was der sportliche Tourenfahrer erwartet usw. Aber niemals wurden wir in eine bestimmte Richtung geleitet. Immer konnten wir unseren Gedanken freien Lauf lassen. Raphael hatte das gut in Griff. Denn er sagte mehrmals, dass es keine Zwänge und Vorschriften gäbe und alles offen und frei sei. Markteinführung der neuen Maschine ist sowieso erst 2016.

Bei meinen Recherchen zu diesem Bericht fand ich in keiner Publikation einen Hinweis auf die Entwicklung einer tourensportlichen Maschine seitens KTM. Also war heute, im März 2015, noch nichts davon in die Öffentlichkeit gedrungen. Daher hatte die Geheimhaltung durchaus ihren Sinn.

Das neue Motorrad

Endlich, nach mehr als einer Stunde, lüftete Raphael das Geheimnis und zog den schwarzen Schleier von der Maschine. Zum Vorschein kam eine sehr schöne und typische KTM-Maschine. Die Farbgebung auf beiden Fahrzeugseiten war unterschiedlich aber KTM-typisch mit viel orange. Die Wurzeln des Motorrades stammten augenscheinlich von der Super Duke. Und das ist sicherlich kein Nachteil. Vorne mit größerer Verkleidung, jedoch nicht so ausladend wie bei unseren Maschinen. Die vorderen Blinker und auch der Scheinwerfer passten sich sehr gut der sportlich-aggressiven Optik an. Einen verstellbaren Windschild gab es auch. Den schützenden Effekt dieses Bauteils kann man heute leider nicht entdecken, da dieses nur während einer Ausfahrt möglich gewesen wäre. Jedenfalls waren wir Teilnehmer total angetan.

Der Lenker war nicht ganz so stark geneigt, wie bei der Duke. Soll ja auch für die längere Reise geeignet sein. Am Heck fügte sich ein Koffer harmonisch in die Linie ein. Anders als bei Konkurrenzmodellen, macht diese Maschine mit und ohne Koffer einen tollen Eindruck. Der zweite Koffer war nicht vorhanden. Wir mussten akzeptieren, dass in diesem Entwicklungsstadium die Maschine teilweise noch mit Musterteilen bestückt war, die auch nicht aus dem zukünftig serienmäßigen Material bestanden.

Sogar den Namen der Maschine konnten wir mitbestimmen. Er stand noch nicht fest. Bin ja heute, beim Schreiben des Berichtes gespannt, wie das Modell einmal heißen wird.

Aufsitzen war erlaubt und auch erwünscht. Ich drängte mich vor und war der erste, der die Sitzprobe vornahm. Hier muss ich deutlich sagen, dass die Designer und Ingenieure ganze Arbeit geleistet hatten. Klar war das Gewicht nicht sehr schwer, fehlten ja Öl, Benzin und die restlichen Füllungen. Außerdem sind manche Musterteile sicherlich leichter als die Serienteile. Aber ich saß auf dem Sitz als sei dieser für mich gebaut worden. Sehr handlich im Stand. Dieses bemerkten auch die anderen Teilnehmer.

Zu bemängeln war ein fehlender Hauptständer, da diese Maschine kettengetrieben ist. Und einen Tourer bockt man nicht alleine zum Zwecke der Kettenpflege auf den Hauptständer auf.

Außer einem Namen konnten wir uns den Preis für diese Maschine überlegen. Ich bin total gespannt, zu welchem Preis dieses Motorrad 2016 auf den Markt gebracht wird.

Resümee

Mittlerweile waren auch die anderen beiden Maschinen ihrem schwarzen Schutztuch beraubt worden. Zum Vorschein kamen die Super Duke und die Adventure. Nun konnten wir im direkten Vergleich die Vor- und Nachteile, Design- und Sitzunterschiede feststellen.

Während unserer Sitzproben und der Gespräche, führte uns Raphael gekonnt durch den Tag. Besonders hervorzuheben ist ebenso Anita, die so gut wie alles auf dem Laptop mitschrieb und damit für die Ewigkeit festhielt. Für das Top-Management von KTM, die ausführlich über unsere Erfahrungen (und die der weiteren Teams) informiert werden.

Zum Schluss durften wir uns noch über die Farbauswahl auslassen. Dazu gab es mehrere Farbmuster, die allesamt zur Maschine passten. Ich kann die Entwickler verstehen, die sich so viele Gedanken machen und irgendwann eine Entscheidung treffen müssen. Das ist schon verdammt schwer. Aber dafür waren u.a. ja auch wir „Praktiker“ vor Ort. Viel zu schnell war der Tag zu Ende.

Blick über die Super Duke zum Eingangsbereich von KISKA

Warum wurde ich ausgewählt

Während des Aufenthaltes in Österreich wurde mir erläutert, wie die Auswahl der Teilnehmer vonstattenging. Raphael meldete sich in verschiedenen Foren an und suchte dort nach Motorradfahrern, die seiner Meinung nach für so ein Treffen, wie dieses in Salzburg, geeignet waren. Alleine die Vorauswahl nahm viel seiner Zeit in Anspruch. Deshalb wurde auch nicht jeder angeschrieben, sondern nur Biker, die in sein Raster passten. Eine qualitativ und quantitativ große Aufgabe. Aber es ist ja auch ein weitreichendes und wichtiges Thema.

Abschied

Wir verabschiedeten uns herzlich von Anita und Raphael sowie untereinander. Klaus und Michael fuhren mit den Autos zurück nach Bayern, wir tauschten Visitenkarten aus und bleiben in Kontakt, Peter übernachtete vor Ort und ich fuhr mit einem nicht-rumänischen Taxi zurück zum „Salzburg Airport Wolfgang Amadeus Mozart“. Ja, so heißt dieser europäische Verkehrsknotenpunkt.
Dort angekommen hatte ich noch Zeit, um ein österreichisches Bier zu trinken. Sinnierte über den Tag, las die Broschüren durch, die ich empfangen hatte. Zollte dem Motorradmodell der Super Duke meine Hochachtung. Auch dieses hatte ich geschenkt bekommen. Dazu noch einen orangefarbenen Kulturbeutel – orangene Mission erfüllt J

Die Sucht

Nach dem ereignislosen Rückflug nach Frankfurt am Main und dem ICE – innerhalb von einer Stunde nach Köln, Tempo 300 und man merkt nichts davon, außer der Anzeige im Abteil. Das muss man mal gemacht haben – kam ich gegen 23.30 Uhr zu Hause in der Eifel an. Es war ein langer Tag mit vielen Eindrücken. Aber jetzt hatten mich die Freunde von KISKA infiziert. Schon vorher hatte ich eine Vorliebe für KTM Motorräder, aber diese wandelte sich mit dem heutigen Tag in eine Sucht um. Meine Träume, sogar noch vor dem Schlafen gehen, waren orange.


Nein, meine geliebte FJR werde ich nicht verkaufen. Aber vielleicht stelle ich ihr im kommenden Jahr eine Partnerin in den Stall. Die beiden werden sich sicherlich vertragen…

Die schönste Seite der Eifel